ico_youare10g.gif AUGUSTIN
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Themen der aktuellen Ausgabe

Den Dingen nicht dienen, an die wir nicht glauben können

Ich ersuche Sie, dieses Statement von Bischof Andreas Laun nach der Katastrophe von Duisburg (Quelle: kath.net) entspannt und in Ruhe zu lesen: Loveparade und Teilnahme an ihnen sind, abgesehen von ihrem abstoßenden Erscheinungsbild, objektiv eine Art Aufstand gegen die Schöpfung und gegen die Ordnung Gottes, sind Sünde und Einladung zur Sünde! (…) Man weigert sich anzuerkennen, dass die Loveparade, abgesehen von ihrem krankhaften Erschein...

Übungsspielzeug für internationale Polizei

Finanziell profitiert die Wiener Polizei von den Bettlerinnen

Neulich am Schottentor: Vier Polizisten drängen eine alte Bettlerin in eine Ecke, der die Tränen herunterrinnen. Zwei der Polizisten sind Hilfspolizisten aus Rumänien und reden auf die Frau ein. Sie wären in Wien, um Hintermänner des Menschenhandels aufzudecken, erzählt einer später. „Ich habe gesehen, wie die alte Frau in einem weißen Kastenwagen abtransportiert wurde“, berichtet eine Geschäftsfrau. „Spektakulär wird ein armer Mensch verhaftet.“
Szenenwechsel: Im Top Kino wird die CD „Broadcasting Human Rights. Sieben Hörbeiträge zu den Menschenrechten von Frauen“ der „Women on Air“ präsentiert. Natasha, Hauptdarstellerin in Ulli Gladiks Dokumentarfilm über das Leben einer Bettlerin, sitzt am Podium: „Ich finde die Tätigkeit des Bettelns nicht angenehm. Am liebsten würde ich ein Leben wie die Weißen führen, für eine Arbeit bezahlt werden und mich dann zu Hause erholen.“
AUGUSTIN - - 15.12.2009 mehr lesen »

Kannibale und Liebe

Chor der Schweinegrippe-Hysteriker in der Drachengasse

Die Persönlichkeit des Schweinegrippe-Hysterikers bildet sich durch den Konsum von Boulevard-Medien heraus. Mit existenziellen Mini-Dramen, in denen die großen Themen Liebe, Sexualität, Geld, Leben und Tod vorherrschen, sättige sich der Schweinegrippe-Hysteriker, heißt es einleitend zu "4 Gossip Operas", dem Werk des Komponisten, Autors und Regisseurs Alexander Kukelka, das im Theater Drachengasse im Jänner uraufgeführt wird. Zuffällig sei er auf den Stoff des Librettos gestoßen: "Einige Meldungen des Billig-Boulevards, zunächst routinemäßig überflogen, um anschließend – wie so oft – dem Altpapier-Container übereignet zu werden, entpuppen sich bei näherem Hinsehen als Sujets von wahrhaft opernhafter Dimension."

Die Wiener Linien produzieren akustischen Müll

Der guten Ordnung halber sei erwähnt:

Mit dem Motto "Respekt und gegenseitige Rücksichtnahme" zieht Vizebürgermeisterin Renate Brauner für die aktuelle Sauberkeits- und Sicherheitsoffensive (die per se zu hinterfragen wäre, Anm.) der Wiener Linien ins Feld. Dieses Motto hat allem Anschein nach aber nur für das gemeine Volk der Fahrgäste im Umgang miteinander zu gelten, denn gerade die Geschäftsführung der Wiener Linien zeigt sich mit dieser Kampagne ungemein respekt- und rücksichtslos. Warum?

Die "Nicht-Befürwortung" einer Theaterform

Was der Kulturbeamte nicht kennt, subventioniert er nicht ...

Forumtheater ist die zentrale Methode im Theater der Unterdrückten. Es beschäftigt sich unter Mitwirkung des Publikums mit Ungerechtigkeiten in sozialen, wirtschaftlichen und politischen Bereichen.
Nach 1993 in Rio de Janeiro und 1997 in Toronto wird das WeltForumTheaterFestival heuer erstmals in Europa durchgeführt, auf sechs österreichische Städte verteilt – und die Kulturabteilung der Stadt Wien scheint mit dieser (politischen) Form des Theaters überfordert zu sein. Rund um das Subventionsansuchen der Festival-Veranstalter – Theater Trans-ACT, Arge Forumtheater, InterAct und WUK – entwickelte sich ein schräges, aber auch trauriges Stück mit dem Arbeitstitel „Die Katze beißt sich in den Schwanz“:

Gibt`s ein Leben nach Stone City?

10 Jahre Trampolin: Mehr als ein Entlassungshilfeverein

Trampolin.jpgJacques Audiards Thriller «Un prophéte», beim letzten Festival in Cannes vorgestellt und nun in den Pariser Kinos, bekräftigt eine Lieblingsthese der gefängniskritischen Linken: Im Häfen wird mensch nicht besser. Der Held, Kleinverbrecher, wird im Knast zu einem Meister mafiöser Schwerkriminalität. Das Leben im (Film-)Strafvollzug ist die Fortsetzung des gnadenlosen Bandenkriegs mit anderen Mitteln. Audiards Gefängnis ist alles andere als ein Raum der wiederhergestellten Rechtsordnung. Die meisten FranzösInnen denken, der Film übertreibe nicht besonders. Die vielen Selbstmordfälle von Häftlingen und Gefängniswärtern haben die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf eine katastrophale Strafvollzugsrealität gelenkt. Die Überbelegung beträgt in manchen französischen Gefängnissen zweihundert Prozent.



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