ico_youare10g.gif AUGUSTIN
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Themen der aktuellen Ausgabe

Den Dingen nicht dienen, an die wir nicht glauben können

Ich ersuche Sie, dieses Statement von Bischof Andreas Laun nach der Katastrophe von Duisburg (Quelle: kath.net) entspannt und in Ruhe zu lesen: Loveparade und Teilnahme an ihnen sind, abgesehen von ihrem abstoßenden Erscheinungsbild, objektiv eine Art Aufstand gegen die Schöpfung und gegen die Ordnung Gottes, sind Sünde und Einladung zur Sünde! (…) Man weigert sich anzuerkennen, dass die Loveparade, abgesehen von ihrem krankhaften Erschein...

Banlieues vertschüssen sich

In Clichy-sous-Bois, einer Gemeinde, die in ganz Europa in die Schlagzeilen geriet, als dort vor fünf Jahren die großen Jugendunruhen ausbrachen, leben laut offiziellen Angaben 9650 Wahlberechtigte. Bei den kürzlich erfolgten französischen Regionalwahlen gingen 6656 von ihnen nicht zu den Urnen. In Prozentzahlen: Fast 70 Prozent pfiffen auf ihr Wahlrecht.
Wenn nur mehr 30 Prozent der Menschen wählen gehen, kriegt das parlamentarisches System Legitimationsprobleme. Noch ist das Ignorieren von Wahlen auf die von Politik und Stadtverwaltung vernachlässigten Banlieues beschränkt, auf die tristen Vorstädte der Region Île-de-France.

Betteln im Club 2

> Beispiel Bettelverbots-Debatte: ORF drückt das Club 2-Format unter    Stammtischniveau
> Moral und Emotion dominieren Diskussion im ORF
> Wo sind die ExpertInnen geblieben

Mit der Schere dazwischen gefahren

"Vorhernachher" – eine der Wertschätzung gewidmete Fotoausstellung

vorhernachher.jpg Zu den Werbesujets der lächerlichen Sorte zählt jenes, das mit der Voher/Nachher-Masche operiert. Das erste Foto zeigt eine gut genährte Person, noch bevor sie dieses Diätmittel eingenommen oder jene Diätmethode angewandt hat. Die zweite Aufnahme zeigt das Model nach einer wundersamen Metamorphose, um einige Zentner erleichtert.
Verwandlungen von Menschen kann Mehmet Emir, Fotokünstler und Sozialarbeiter beim Augustin, berufsbedingt ein paar Mal im Jahr miterleben, und zwar dann, wenn die Friseurin Ines Zugschwert den Vertrieb der Straßenzeitung besucht, um ehrenamtlich den VerkäuferInnen die Haare zu schneiden.

Unruhe am Abstellgleis

Kampagne «Postler zur Polizei» ist eine Missgeburt

postler.jpg MitarbeiterInnen-Information der Fraktion sozialistischer Gewerkschaftler an die «freigesetzten» KollegInnen: Die Kampagne «Postler zur Polizei» ist eine große Chance! Nutzt sie! Nicht lange überlegen, ist die Devise, denn die «Schnellentscheider», so nennt die SP-Gewerkschaftsfraktion die Unnachdenklichen, erhalten eine Prämie von 10.000 Euro. «Die Mistelbacherprämie», ätzt ein Ex-Postler im Team der freien Augustin-MitarbeiterInnen völlig unkorrekt, politisch.

Sozis erlauben Jagd auf "Verwahrloste"

bettelnverbot.jpg 1939 begann das nationalsozialistisch verwaltete Wien mit dem Aufbau gigantischer Karteien im Rahmen der «Erbbiologischen Bestandsaufnahme». Neben Geisteskranken, Alkoholikern, allen Arten von «Asozialen» wurde die Kategorie der «Verwahrlosten» einschließlich aller lebenden Vorfahren und Nachkommen («Sippschaft») aufgenommen. In der Wiener Zentralkartei waren bis 1943 bereits 700.000 Personen erfasst, wie aus Materialien des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes hervorgeht. Diese Menschen wurden als zukünftige Opfer nationalsozialistischer Rassenpolitik ins Auge gefasst. Manche HistorikerInnen gehen davon aus, dass die Nazis eine Ausrottung der gesamten als «minderwertig» angesehenen Unterschichten der Gesellschaft planten.

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