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Tiere lieben die Nacktheit!

GriechInnen in Wien – z. B. Manolis Schrank, Gänsehäufel

griecheninwien_manolis.jpg Wer an Bademeister denkt, hat schnell braun gebrannte Gigolos mit sportiven Sonnenbrillen im Kopf, sommerliche Mutanten der Schilehrerzunft. Vereinzelt tragen sie, wie im St. Pöltner Freibad, auch schon Shirts mit der Aufschrift Security, große breite Schränke, bei denen in Zweifel zu ziehen ist, ob sie des Schwimmens und Rettens mächtig sind.

Hören wir doch mehr Fettkakao!

Musikarbeiter unterwegs … in die Arena zum Fettkakao-Andi!

fettkakaoandi.jpg Seit 5 Jahren betreibt Andi Dvorak das Label Fettkakao. Das Jubläum feiert er typisch untypisch.

Weitermachen, wo Pelé begann

Der Augustin wird den Fußball, der Fußball wird die Welt nicht ändern. Oder doch?

fußball_280.jpg Der Augustin lädt zum Fußball-Cup. Zehn Hobby-Teams, soziologisch das Spektrum zwischen Dichtern und Obdachlosen ausfüllend (also eigentlich ein enges Spektrum), wetteifern um den Augustin-Pokal. In der internen Debatte über den Charakter des Fußballfestes feierte das abgehakt geglaubte Zerwürfnis zwischen Realos und Fundis fröhliche Urständ.

schein + wiaklichkeit

turnsäle haben immer etwas maskulines –
das muss wohl am geruch liegen.
vielleicht lag die unruhe einiger mütter
fussballtrainierender knaben daran;
ganz sicher lag sie jedenfalls auch am trainer.
die ersten, wenigen kinder liefen bereits in der halle,
als eine mutter verstärkt mit den wimpern
zu klimpern begann.

DICHTER INNENTEIL - Andrea Pesata - 25.08.2010 mehr lesen »

Die Fahrt mit dem Railjet

Wiener Ausfahrten Nr. 148

wr.ausfahrten_280.jpg Der Dozent traf Groll bei der Schnellbahnbrücke über die Brünner Straße. Groll hielt mit einem Fernstecher Ausschau nach einem Zug. Er sei auf der Suche nach der lichten Zukunft, den Doppelstockgarnituren mit Panoramafenstern, sagte Groll, die Frage seines Freundes vorwegnehmend.
Der Dozent war erstaunt. «Seit wann interessieren Sie sich für die Bahn? Ich dachte, Ihr Herz schlägt nur für die Schifffahrt?»

Gedichte von Andreas Kleinhansl

Auf einen Berg gehen

Steil geht es nach oben,
wir müssen unsere Muskeln
anstrengen, atmen, gehen.
Aber es kann auch schön sein.
Als Belohnung gibt es die Aussicht,
Sonnenschein oder eine gute Jause.
Wann bist Du zuletzt
auf einen Berg gegangen?



Alle Götter auf unserer Seite

Regisseur Julian Pölsler über die Literaturverfilmung "Die Wand"

art-diewand©elisabethpla.jpg Die Wiener Filmproduktionsgesellschaft coop99 arbeitet in Gosau/Oberösterreich an einem neuen, engagierten Filmprojekt. «Die Wand», der bekannte Roman von Marlen Haushofer, in dem eine Frau komplett abgeschnitten von jeglicher Zivilisation in einer Jagdhütte allein mit Tieren lebt, wird gerade mit Martina Gedeck verfilmt. Der Augustin traf Regisseur Roman Pölsler zum Gespräch über sein Herzensprojekt.

Der Streik der Restaurant-Sklaven

Frankreichs “travailleurs sans papiers“ mobilisierten für ihr Aufenthaltsrecht

Sie arbeiten, zahlen Sozialversicherung und haben dennoch keine gültige Aufenthaltsgenehmigung. In diese absurde Situation drängt das französische Recht tausende Menschen, die vorrangig aus ehemaligen Kolonialstaaten im Land der Franternité, Egalité und Liberté ihr Auskommen suchen. Streiks der betroffenen „sans papiers“ haben nun aufgezeigt, welche Sektoren ohne ihre Arbeit still stehen würden, und führten zu gesetzlichen Reformen.

Hartgeld auf Knopfdruck

Ohne Schmach und Pein und in der Gegend Herum-Knien

tun-bettlerautomat.jpg Einen Bettler-Automaten, nach einem Modell der Stadt Wien von 1927 gebaut, stellte der Künstler Johannes Heuer im Bezirksmuseum Floridsdorf aus – zwischen Schusterkugeln, zivilen Perkussionspistolen und mit Hakenkreuzen bestickten Taschentüchern.

Potemkinsche Sicherung

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Der russische Fürst Potemkin hat, so heißt es, der Zarin Katharina auf einer Inspektionsreise durch die Krim nur blühende Dorfattrappen gezeigt. Potemkinsche Dörfer schauen auf den ersten Blick also ganz passabel aus, verbergen aber, was sich eigentlich dahinter verbirgt.

Der Drahtesel als Packesel

Lastenfahrräder und Radanhänger kommen wieder in Mode

lastenräder.jpg Lastenfahrräder waren lange Zeit nur noch bei der Post im großen Stile im Einsatz. Vereinzelt tauchten im Stadtbild noch Eisverkäufer oder Bäcker mit nicht motorisierten Transportvehikeln auf, doch es zeichnet sich eine Wende ab – das Fahrrad wird als Lastentransporter und Lastenschlepper wieder entdeckt.

Angst & Hass, weil Wissen fehlt

Ein Symposion beleuchtete das Betteln in Wien aus verschiedenen Perspektiven

bettelsymposium.jpg Wir alle kennen sie, die medialen Bilder von den «bettelnden Ostbanden», die täglich durch unsere Zeitungen geistern. Über das reale Leben der Menschen, die mit Betteln ein paar Euros zu verdienen versuchen, wissen wir allerdings wenig. Und wo Information fehlt, können Misstrauen, Angst und Hass Fuß fassen, kann eine Menschengruppe zu Sündenböcken stilisiert werden, kann mit Fehlinformation hoher Sensationswert erzielt werden. Die BettelLobbyWien hat es zu ihrer Aufgabe gemacht, den Hetzkampagnen Informationen entgegenzustellen.

Wenn ich Sie ansehe ...

Gott in Weiß

Therapeutische Hilfe erbeten, aber als Demonstrationsobjekt im Hörsaal der Universitätsklinik gelandet. Über den Umgang mit einer «Nervenkranken».

Können Surrealisten regieren?

Island in der Krise: eine zornige Gesellschaft und ein Freund und Feind verblüffendes Wahlresultat

island.jpg «Eines unserer Hauptthemen war: Adoptieren Sie einen Obdachlosen! Die Menschen haben gesagt, das sei ein furchtbarer und unmenschlicher Witz – aber das war es nicht. Warum kümmert sich niemand um die Obdachlosen? Das ist ein Fehler des Systems. Nachdem wir das erklärt haben, haben die Menschen gemerkt, dass wir Ironie und Witz benutzt haben, um auf Probleme aufmerksam zu machen. Und das war unser Hauptziel.»

Unterwegs zur Göttin des Vergessens

"Okaasan" - Die Suche nach der Mutter als Reise zu sich selbst

flasar.jpg Milena Michiko Flašar ist eine Dichterin der inneren Extreme: Ihre Texte pendeln zuweilen zwischen rauschhaften Eskapaden einer Künstler-Bohème und heilig-nüchternen Ekstasen der Meditation. In Flašars zweiten Buch «Okaasan – Meine unbekannte Mutter» begibt sich die Protagonistin auf die Suche nach der allumfassenden Mutter und landet schließlich bei sich selbst.

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