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Kategorie: Thema :: Asyl Seite: 1

Der Frühling der Ungehorsamkeit

Auch in Österreich nehmen viele Menschen die Abschiebung ihnen vertrauter Asylsuchender nicht mehr hin

zivilcourage.jpg Die Tatsache, dass Flüchtlinge ins Ungewisse abgeschoben werden, auch wenn sie längst in die österreichische Gesellschaft integriert sind, scheint die ÖsterreicherInnen nicht aus der Gemütlichkeit zu reißen. Die Tradition des zivilen Ungehorsams gegen die Demontierer des Asylrechts, die etwa in Frankreich der Fremdenpolizei so zu schaffen macht, fehlt hierzulande. Umso größere Aufmerksamkeit verdient der spontane Versuch couragierter Bür...
TUN & LASSEN - Alexander Stoff 06/2010 mehr lesen »»

"Die Bösen werden am Ende siegen"

Von Kindern, die Krieg und die Flucht überlebten: No Wellcome in Austria

Zwölf Polizeibeamte, die ratlos ein schreiendes Kind umstehen, Prinzessinnen, die Schatzkisten nicht verlassen dürfen und Hunde, die Kinder besser beschützen als die österreichischen Behörden. Aus dem Alltag der Traumatherapeutin Sonja Brauner, die trotz Abschiebungen Kinderflüchtlingen stabile Augenblicke verschafft.

Demokratie auf österreichisch

Zwischen Wien und Eberau nur Karikaturen von Volksbefragungen

Österreich ist eine demokratische Republik. Ihre Macht geht vom Volk aus. So steht’s in der Verfassung. Wie österreichische PolitikerInnen diesen ersten Verfassungsparagrafen deklinieren, das wurde in den letzten Monaten sehr anschaulich demonstriert. Titel der Farce: Demokratie auf österreichisch.

Victor, schau owa!

bettelverbot.jpg «Da liegen in einem einzigen Raum 40, 50 bis 70 Personen. Holzpritschen, elendes, altes Stroh, darauf liegen sie Körper an Körper hingeschlichtet. In einem solchen Raum, der etwa 10 Meter lang, 8 Meter breit und höchsten 2,2 Meter hoch ist, liegen über 40 Personen, für deren jede also kaum 4 Kubikmeter Luft bleiben. Da liegen sie denn, diese armen Menschen, ohne Betttuch, ohne Decke. Alte Fetzen bilden die Unterlage, ihre schmutzigen Kleide...

Zwischenwelt am Rande Wiens

"Macondo": Innenministerium schloss das beliebte Gelbe Haus

Ein gelber Zaun grenzt an den Kundenparkplatz der Metro. Hinter dieser Blechwand, am Rande von Wien, leben rund 3.000 Flüchtlinge – alle mit einem positiven Asylbescheid. Vertriebene haben hier Zeit zum Ankommen. Bald könnte das bereits geschlossene Kardinal-König-Integrationshaus einem Abschiebungszentrum weichen.

Zur Erfindung des "Asylbetrugs"

Augustin-Gespräch mit Abschiebungs-Kritiker Klaus Ottomeyer

Große Plakate mit der Warnung vor „Asylbetrug“ überall. Doch welche Mechanismen stecken hinter der menschlichen Taktik, Probleme auf eine andere Ebene zu verschieben? Der Psychotherapeut Klaus Ottomeyer spricht über die Verschleppungen und Menschenrechtsverletzungen gegen tschetschenische Flüchtlinge in Kärnten. Und auch über BZÖ und ÖVP.

Mit dem Nationalteam im Knast

Gilbert Prilasnig und der Homeless-Fußball

Einmal im Jahr erklingt für Österreichs Nationalmannschaft die Hymne beim Homeless-Worldcup. Sportlicher Leiter des Homless-Teams ist der Ex-Sturm-Abwehrrecke und Ex-Internationale Gilbert Prilasnig. Mit ihm musste der ganze Kader jüngst in den Knast …

Asyl-Heime sind Pulverfässer

Nach dem Fall Maklele: "Ich stelle die derzeitige Flüchtlingsbetreuung in Frage"

Maklele Dennis wollte nicht mehr leben, „weil die Österreicher die Afrikaner hassen“. Eine ehemalige Flüchtlingsbetreuerin des 18-jährigen afrikanischen Asylwerbers, der in Steyr lebt, kritisiert eindringlich, dass die derzeitigen Zustände in den Flüchtlingsheimen für AsylwerberInnen und BetreuerInnen nicht aushaltbar sind. Ihre Wunschvorstellung beinhaltet direkte Kontakte zwischen Flüchtlingen und Bevölkerung, um Rückhalt zu geben...

Die Plage der Normopathie

Über Menschen, die ein Übermass an Anpassung an den Tag legen

Schauplatz: Grätzel um die Geiselbergstraße in Wien-Simmering "Da gehört eine Bombe draufgeschmissen. Mit allen Insassen drin." Das ist die dominierende Meinung unter den Kunden des Würstelstands Ecke Schlechtastraße / Gänsbacherstraße. Es geht um das gegenüberliegende Asylwerberheim "Haus Jupiter" des Roten Kreuzes. Aufgrund der Ausländer dort drinnen leben "die Anrainer in Angst", wie die Kronen Zeitung kampagnemäßig berichtet. Desha...

Politische Nervenentzündung

Nach vielen Stationen der Flucht erwies sich Österreich nicht gerade als G´mahde Wies´n.

Die Welt des iranischen Theaterregisseurs Bahram Parsa ist voll skurriler Einfälle und philosophischer Ideen. Leider stört die Real-Politik immer wieder. Und die flache Niere – so flach, wie sie dem behandelnde Arzt noch nie bei einem Patienten begegnet waren. Auch der Nierenschaden ist Real-Politik. Er stammt aus Bahrams Haftjahren.

Die Hüterin des Hauses

Eine weitere Biografie gegen die Parole "AsylantIn gleich Wirtschaftsflüchtling"

Elena Kimshiashvili war gezwungen, am Beginn des „Abends ihres Lebens“ neu anzufangen. Sie hat hier Land und Leute schätzen gelernt, doch die Asylbehörde hält sie schon seit vier Jahren hin, Land und Leute auch in vollen Zügen genießen zu können.

Zwischen Kolportage und Drehtermin

Als erstes spielte Francis Okpata das "arme und hungrige Volk"

Das hier bin ich bei den Dreharbeiten zu "Afrika mon amour" - und hier mit Lilian Klebow vom "SoKo Donau" - und das ist meine Szene in der "Medea" am Burgtheater. Francis präsentiert seine Fotos. Moment, das hier sollte doch das Portrait eines Augustin-Verkäufers werden!?

Glauben’s, das jetzt was besser wird?

Binationale Ehepaare werden weiter kriminalisiert

Die Initiative „Ehe ohne Grenzen“ wird am siebenten Februar ein Jahr alt. Zu feiern gibt es allerdings wenig, denn das Menschenrecht auf Familienleben für binationale Ehepaare bleibt vorerst auch unter der neuen Regierung verwehrt. In der SPÖ, die das verantwortliche Fremdenrechtspaket 2005 mit beschlossen hat, regt sich aber mit Barbara Prammer, Caspar Einem und Neo-Justizministerin Maria Berger prominenter Widerstand. Am 13. Dezember wurd...

fraubock.at - Ute Bock

Ute Bock und ihr Wohnprojekt für obdachlose AsylwerberInnen.

Deserteursberatung

Der Verein unterstützt in erster Linie Flüchtlinge in asyl- und aufenthaltsrechtlichen Fragen.

Asyl in Not

asylinnot_logo_150.jpg Asyl in Not ist ein gemeinnütziger Verein, der Flüchtlinge und Asylwerber juristisch und politisch vertritt.

Schwarz-Weiß Augustin

Schwarz-Weiß sind nicht einfach zufällig gewählte Vereinsfarben. Die Fußball-Abteilung des „Gesamtkunstwerks Augustin“ unterstreicht mit diesem Namen die Präsenz farbiger Kicker in der Mannschaft.

Das Café Ritter ist Ahmadous zweites Zuhause

„Die ZeitungskäuferInnen geben mir eine Chance“

Er mache immer das Beste aus seiner Situation, lautet der einhellige Tenor, wenn man Ahmadou Sow von Menschen aus seiner näheren Umgebung charakterisieren lässt. Darüber hinaus gilt er beim Augustin als Pionier: Er war der zweite Schwarze, der die Straßengazette Augustin unter die Wiener Bevölkerung brachte, und der erste, der Fußbälle für die Mannschaft der Straßenzeitung ins Tor versenkte.

Über die Ohnmacht des kritischen Journalismus

„Ich schaue mir an, wo die Festung bröckelt“

Der illegale Arbeitsmarkt wird so tot geschwiegen, als gäbe es diese Millionen in Europa gar nicht... Für ihr Reportagenbuch „Gestürmte Festung Europa“ verfolgte die Journalistin Corinna Milborn die gefährlichen Wege der illegalisierten Migration. Vom Augustin wurde sie zu ihren Arbeitsmethoden befragt.

Eine Ministerin sorgt für Liebeskummer

Binationale Ehepaare

Mit dem neuen Fremdenrecht finden nicht nur Asylverfahren ausschließlich in der Schubhaft statt, auch so genannte "binationale Ehen" werden kriminalisiert. Rund 160 betroffene Paare haben sich in der Initiative "Ehe ohne Grenzen" zusammengeschlossen und fordern seit Februar in wöchentlichen Kundgebungen einen Gesprächstermin mit der Ministerin sowie eine Rücknahme des Fremdenpakets. Mitte Juni bekamen sie dank zunehmender Öffentlichkeit ein ...

Schulden durch Schwarzfahren

Frau Bocks Schützlinge werden zu Opfern der Inkassobüros

Ute Bock wurde für ihr soziales Engagement schon mehrfach ausgezeichnet, doch die Krönung war bis dato eine Anzeige wegen Bandenbildung und Drogenhandels. Die Anklage wurde fallen gelassen, ihre Suspendierung als Heimleiterin aufgehoben, doch die Gemeinde Wien verbietet Ute Bock weiterhin, afrikanische AsylwerberInnen in ihrem Heim unterzubringen. Also organisiert sie private Wohngemeinschaften, die mittlerweile über 300 Menschen aus Afrika Un...

Ein Weißer will uns tanzen lehren?

Aus dem Lager in die erste Liga: Captain Nemo Music Band

Der Initiative von Schauspielhaus-Wien-Chef Airan Berg ist es zu verdanken, dass vor einem Jahr rund ein Dutzend jugendlicher Flüchtlinge mit ihrem „Coach“ João de Brucó vor dem Vorhang stand und den Jubel eines begeisterten Schauspielhauspublikums genießen durfte. Ein Jahr später erneut viel Applaus im „Birdland“. Und demnächst in der „Bunkerei“ im Wiener Augarten. Erzählenswert, wie ein Workshop im Flüchtlingslager Traiskirchen Ö...

Der letzte Sommer der freien Liebe (1)

Tu, felix Austria, nube!

Wer möchte nicht gerne manchmal das Herz schweifen lassen, unerwarteter als ein Komet auftauchen und einem ganz fremden Menschen ein großes Glück in den Schoß werfen? Ein Geliebtwerden oder eine Aufenthaltserlaubnis z. B.? Doch die Novellierung des Fremdengesetzes möchte das bestrafen. Verbandeln darf man sich nur, mit wem man wohnt und beiwohnt. Wer möchte sich so was verbieten lassen?

Ein Leben für die Beladenen dieser Welt – Evamarie Kallir

"Hab´ menschliche Monokulturen nie gemocht"

Sie hätte die „Galerie nächst St. Stephan“ übernehmen sollen. Stattdessen engagierte sie sich für die SOS-Kinderdörfer und für das Wiener „Regenbogenhaus“ und gibt Flüchtlingen Deutsch-Unterricht. Ein Gespräch mit Evamarie Kallir, die 1938 als 12-jähriges Mädchen nach Amerika flüchten musste, über ihre Rückkehr, über „fließende Grenzen“ und die Verweigerung des Materiellen.

Aus den "Beschäftigungsprojekten der organisierten Kriminalität" in die Gefängniszelle

Staat bietet Schmalz statt Jobs

Menschen aus verarmten Länden werden bei uns in die Arme von „Sozial- und Beschäftigungsprojekten der organisierten Kriminalität“ getrieben. Denn der Staat lässt sie nicht regulär arbeiten –– und an Projekten nach Art des Augustin, die Überlebenschancen außerhalb der Kriminalität bieten, herrscht großer Mangel. Über diese und weitere Ursachen der Überfüllung der österreichischen Gefängnisse und über Alternativen zur Haft (wien...

3. Brief aus der - nun bereits ein Jahr dauernden - U-Haft

Ich habe einen Traum

Emmanuel Chukwujekwu, Asylbewerber aus Nigeria, weiß nicht, wie er das Stigma "ranghoher Drogenhändler" wieder los wird. Der österreichische Polizei- und Justizapparat tut alles, um sein Misstrauen zu fördern. Das Sicherheitsbüro wirft ihm beispielsweise vor, sich "an vorderster Front" an einer Demo gegen Rassismus beteiligt zu haben. Was für eine Anklage. "Die Demonstration diente der Tätergruppe lediglich zu dem Zweck ... als Dealer leic...
DICHTER INNENTEIL - Emmanuel Chukwujekwu 06/2000 mehr lesen »»

Traiskirchen: Beamte behandelten Afrikaner wie Vieh

An die Staatsanwaltschaft

Rassismus in Österreich? Im Ausland habe sich in den vergangenen Wochen ein Zerrbild von Österreich verbreitet, beklagen blauschwarze Politiker und ihre Freunde. Statt dieses Gejammers sollten sie lieber für Aufklärung über innere Vorfälle sorgen, die die Verwendung des Begriffs "Staatsrassismus" zunehmend legitimieren. Mag. Bubik vom Evangelischen Flüchtlingsdienst hat uns den Wortlaut der Anzeige des Wiener Rechtsanwalts Wolfgang Rainer ...

Von der Republik ins Nichts entlassen

In der Grimmgasse finden die 'anderen Obdachlosen' Zuflucht

Die Grimmgasse ist eine unscheinbare Vorstadtgasse im 15. Wiener Gemeindebezirk, die in den Schwendermarkt mündet, der nur noch das Flair des Heruntergekommenen ausstrahlt. Doch eines ihrer Häuser hat für Menschen aus allen Teilen dieser geschundenen Welt immense Bedeutung. 100 Asylwerbern aus derzeit 25 Nationen bietet hier, auf Grimmgasse Nr. 6, der Evangelische Flüchtlingsdienst ein Dach über dem Kopf. "Unser größtes Problem ist zur Zei...

Die AfrikanerInnen Wiens nach den "Erfolgen" der Operation Spring

"You will Burn in Hell!"

Viele AfrikanerInnen in Wien, vielleicht die meisten, kämpfen um ihr nacktes Überleben. Seit dem Tod des Nigerianers Marcus Omofuma im Abschiebeflugzeug, seit den darauf folgenden Polizeiaktionen der "Operation Spring" gegen die afrikanische Community sind die Schwarzen zur vielleicht diskriminiertesten Bevölkerungsgruppe des Landes geworden. Wenn sich Menschenrechtsgruppen hinter Männer wie Obiora Ofoedu oder Emmanuel Chukwujekwu stellen, wi...

Überlegungen zu gewaltsamen Amtshandlungen

Fünf lästige Beobachter

In der 2. Woche des März berichteten, einen Tag nach Erscheinen eines Artikels im Falter (10/99) und durch eine APA-Meldung informiert, fast alle Wiener Tageszeitungen (Standard, Wiener Zeitung, Presse, Kurier) über die Festnahme eines des Drogenhandels verdächtigten Farbigen, bei der es zu Gewalthandlungen und rassistischen Beschimpfungen seitens der Polizei, gekommen war.
TUN & LASSEN - Rebekka Ganter-Ullmann 04/1999 mehr lesen »»

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