ico_youare10g.gif AUGUSTIN
Kategorie: Thema :: Gesundheitswesen Seite: 1

Der Streik der Restaurant-Sklaven

Frankreichs “travailleurs sans papiers“ mobilisierten für ihr Aufenthaltsrecht

Sie arbeiten, zahlen Sozialversicherung und haben dennoch keine gültige Aufenthaltsgenehmigung. In diese absurde Situation drängt das französische Recht tausende Menschen, die vorrangig aus ehemaligen Kolonialstaaten im Land der Franternité, Egalité und Liberté ihr Auskommen suchen. Streiks der betroffenen „sans papiers“ haben nun aufgezeigt, welche Sektoren ohne ihre Arbeit still stehen würden, und führten zu gesetzlichen Reformen.

Wenn ich Sie ansehe ...

Gott in Weiß

Therapeutische Hilfe erbeten, aber als Demonstrationsobjekt im Hörsaal der Universitätsklinik gelandet. Über den Umgang mit einer «Nervenkranken».

Gleichheit macht glücklich

"Verblüffend" fand der Epidemiologe R. Wilkinson die Resultate seiner eigenen Studien

wilkinson.jpg Die britische Tageszeitung «The Guardian» bezeichnete das kürzlich auf Deutsch erschienene Buch von Richard Wilkinson und Kate Pickett als das vielleicht wichtigste des Jahres 2009. Der Augustin sprach mit dem Epidemiologen der University of Nottingham, der seit Jahrzehnten zu Ungleichverteilung, Sozialkapital und Gesundheit forscht.

Bei uns Damen sind Sie sehr beliebt

Unerhörter Flirt im Geriatriezentrum Liesing

rotenasen.jpg Diese Frau liegt im Sterben, denke ich mir. Den Einzug der beiden Clowns in das geräumige Vierbettzimmer der Pflegeanstalt hat die scheinbar nicht registriert. Dr. Edeltraud Kalawatzi tritt an die Seite der apathisch Liegenden. Als sie sich zum fahlen Gesicht der Frau hinabbeugt, erschrickt mich fast das Eindringen der Clownin in den Kokon eines Menschen, der nicht mehr ganz unserer Realität zuzugehören scheint.

Wenn die Kameras verschwinden ...

Dass Haiti das ärmste Land ist, ist nur die halbe Wahrheit.

haiti.jpg Im Augenblick gebe Haiti eine »dramatische Story« im Fernsehen ab, sagte die in Miami lebende haitianische Schriftstellerin Edwidge Danticat, »aber wenn die Kameras verschwinden, blicken die Menschen wieder weg«. Ähnlich die Journalistin und Haiti-Expertin Amy Wilentz: Die Haitianer seien »nur beliebt, wenn sie sterben«. Tatsächlich lauten die gängigen Klischees, die von dem verarmten und zerstörten karibischen Nachbarland gepflegt werd...

... besonders aber die Ärmsten

Ein Schlaganfall kann jeden treffen ...

schlaganfall.jpg Dass der Schlaganfall hauptsächlich gestresste Manager ereilt, impulsiv agierende Politiker oder vielleicht Leistungssportler, ist eine Legende, mit der hier einmal tüchtig aufgeräumt werden soll.

Krank und keine Versicherung

eingSCHENKt

Im Süden von Wien, weit draußen zwischen dröhnenden Autobahnen und trostlosen Gewerbeparks, hat eine kleine Ambulanz geöffnet für all jene, die durch das Netz der Gesundheitsversorgung fallen. Bei Amber-Med arbeiten Allgemeinmediziner, Kinderärzte und Gynäkologen, derzeit unentgeltlich. Die PatientInnen werden mehr. Insgesamt sind über 100.000 Menschen in Österreich nicht krankenversichert, das sind fast zwei Prozent der Wohnbevölkerung...

Kapitalismus schlich sich in die Subjekte

Oskar Negt im Augustin-Gespräch: Warum uns die Gesellschaft depressiv macht

Anlässlich der Selbstmorde bei der Telecom France und des Skandals um die Sammlung von ÖBB-Krankenstandsdaten weist der Soziologe Oskar Negt auf die Überforderung der Abeitnehmer hin, die zunehmend nach innen gedrückt wird. Negt tritt für den Ausbau des „sozialen Gemeinwesens“ ein, um zunehmender Bindungslosigkeit der Menschen im Arbeitsleben entgegenzutreten, denn derzeit profitieren die Rechtsextremen davon.

Alt sein nicht leicht gemacht

Der Fonds Soziales Wien sorgt einmal mehr für Verwirrung

Der Fonds Soziales Wien (FSW) gliedert die Sozialarbeit aus den Beratungszentren für Pflege und Betreuung in eigene GmbH aus. Damit wird eine unbürokratische, leicht zugängliche Anlaufstelle für ältere Menschen und deren Angehörige, die bisher durch SozialarbeiterInnen und SeniorenberaterInnen nicht nur Beratung, sondern auch Unterstützung geboten hat, zerstört. Intern machen sich Unzufriedenheit und Ohnmachtsgefühle breit. Die ungenann...

... röchelnde Sandler

Nach Hofer-Biotonnen-Skandal: Jetzt bräuchten die Quotenjäger ...

Gegen die Iden des März hat sich der Himmel zwischen Simmering und Sattledt bedrohlich verdunkelt – so viel Staub hat unsere Recherche über die vergifteten Lebensmittelabfälle beim Hofer aufgewirbelt. Im Folgenden ein Bericht, was nach der Augustin-Veröffentlichung über die gefährlichen „Obdachlosenfallen“ in Wien geschah.

Die Biotonnenvergifter

Hofer - Container als Obdachlosenfalle

In Wien werden, im wahrsten Sinne des Wortes, biotonnenweise intakte Lebensmittel einer Supermarktkette weggeschmissen, anstatt diese an Bedürftige oder an Sozialmärkte weiterzugeben. Dies ist allerdings nur der kleinere Teil des Skandals. Denn, sobald Obst, Gemüse und Brot in der Mülltonne sind, werden sie vom Personal mit Reinigungsmitteln vergiftet, damit sie ungenießbar werden. Dass dadurch Menschen gesundheitlich gefährdet werden, mus...

Aufgeklärtes Wien

Verhütungsmuseum ist weltweit einzigartig

Unweit des Westbahnhofs ist nicht nur die Abtreibungsklinik Gynmed des Gynäkologen DDr. Christian Fiala beheimatet, sondern auch Wiens einzigartiges Verhütungsmuseum. Nach vier Jahren Vorarbeit wurde das bislang noch eher unbekannte Museum 2007 mit fast 1000 Ausstellungsobjekten, die Schwangerschaftskontrolle zwischen Verhütung und Abbruch zeigen, eröffnet.
VORSTADT - Judith Götz 02/2009 mehr lesen »»

Hanseatische Ingewahrsamnahme

Besuch in der Hamburger "Zentralambulanz für Betrunkene"

Zu viel hinter die Binde gekippt – und damit in einem „die freie Willensbildung ausschließenden Zustand“, die eine „Gefahr für die öffentliche Sicherheit“ und das „eigene Wohl“ darstellt: Für diese Klientel gibt es in Hamburg, einmalig im deutschsprachigen Raum, eine spezielle Zentralambulanz.

"Gleich eingeschnappt"

Lokalmatadorin

Cornelia Ehmayer bittet die Metropole auf die Couch – sie ist Wiens erste Stadtpsychologin.

Guter Rausch braucht gute Stimmung

In eigener Sache: Warum die "Sparküche" temporär zur Hexenküche wird

Mit dem Kapitel über die Muskatnuss (Seite 23) verlässt Christa Neubauers traditionelle Augustin-Kolumne „Sparküche“ in den kommenden Ausgaben ihren gewohnten inhaltlichen Rahmen. Die Autorin erläutert ihren „Seitensprung“:

Die Würde des Irreseins

"Patiëntenvertegenwoordiging Uilenspiegel": Der Bund der Verrückten

MindFreedom, eine Bürgerbewegung für die Rechte psychisch Kranker, kommt über Amerika und Afrika langsam nach Europa. In Brüssel fand die erste kontinentaleuropäische Mad-Pride-Parade statt.
TUN & LASSEN - Klaus Federmair 11/2007 mehr lesen »»

"Ich bin auf die Nerven gegangen"

Interview mit Dr. Werner Vogt (Teil 1)

„Alles, was hier gesagt wurde, ist eine Lüge. Wurscht, welchen Zipfel Sie zusammenpacken, es ist alles falsch, was da gesagt wurde. Auch was kommen soll – alles falsch.“ Der Unfallchirurg Dr. Werner Vogt, bis Ende 2006 Pflegeombudsmann der Stadt Wien und Mitinitiator des Sozialstaatsvolksbegehrens, über Ärztestreik, Pflegeskandale, Ökonomiediktat, freien Markt und Zudrehen der von ihm gegründeten Wiener Pflegeombudsstelle.

Grundkeinkommen? Derzeit Nein, danke!

Und welche Leistungen würde der Staat dann noch übernehmen?

„Stellen Sie sich vor, es gibt im Jahr 2015 schon ein bedingungsloses Grundeinkommen“ - unter diesem Titel organisierte das Netzwerk Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt eine Publikumsumfrage (siehe auch Augustin Nr. 203/ 07). Dieter Schrage folgte dieser Aufforderung und stellte sich die Einführung des bedingungslosen und existenzsichernden Grundeinkommens in den nächsten Jahren – „und eventuell auch unter politisch fortschrittlic...

Politische Nervenentzündung

Nach vielen Stationen der Flucht erwies sich Österreich nicht gerade als G´mahde Wies´n.

Die Welt des iranischen Theaterregisseurs Bahram Parsa ist voll skurriler Einfälle und philosophischer Ideen. Leider stört die Real-Politik immer wieder. Und die flache Niere – so flach, wie sie dem behandelnde Arzt noch nie bei einem Patienten begegnet waren. Auch der Nierenschaden ist Real-Politik. Er stammt aus Bahrams Haftjahren.

"Moderner Held"

Richard Barta, Notarzt bei der Wiener Rettung

Erster Einsatz um 9.45 Uhr: Mit Blaulicht rast ein weißer Passat-Kombi aus der Rettungsstation Leopoldau. Am Steuer der Sanitäter, auf dem Beifahrersitz Notarzt Richard Barta. Auf dem Display im Fonds des Wagens die Adresse des Einsatzorts: Eine Kleingartensiedlung an der Brünner Straße.

Etikett Grundsicherung

Eing´SCHENKt

Grundeinkommen, Basislohn, bedarfsorientierte Grundsicherung, Sozialhilfereform; was verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Grob gesagt vier Modelle:

"Wohin des Weges?"

Das menschliche Antlitz von Lainz: Arbeit mit Demenz-PatientInnen

Ein Kaffeehaus, eine PatientInnenküche, Signaltöne von „"Autofahrer unterwegs"“: Im Geriatriezentrum am Wienerwald bemühen sich Menschen wie Abdulrahman Reda engagiert um die bewegungsfreudigen Demenz-PatientInnen. Gelingt ihnen das Kunststück, trotz „schlechter Presse“ motiviert zu bleiben?

Ambulanzgebühren gefährden die Krankenversorgung

Stirb leise

"150 Schilling sind nicht die Welt", meint Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Für Franz Bittner, Obmann Wiener Gebietskrankenkasse, ist die Ambulanzgebühr unsozial: "Sie trifft chronisch Kranke und sozial Schwache besonders hart".

Über Recht und Nächstenliebe

Ingo Rezman, Obmann der Hepatitis Liga Österreich

Man schätzt, dass es in Österreich etwa 40.000 Infizierte durch Hepatits C gibt. Viele wissen oft gar nicht von ihrer Krankheit. Bei etwa 20% entwickelt sich die Ansteckung zur Leberzirrhose oder zu Leberzellkrebs. Viele haben sich in den 70- und 80er-Jahren entweder durch Plasmaspenden- oder als Patienten (wie etwa auch der neue Sozialminister Mag. Haupt) infiziert. Während man in der Politik endlich beginnt, über Hilfsmaßnahmen für die Op...

Sonst braucht der Mensch nix!

Warum bei Spitalsaufenthalt die komplette Sozialhilfe gestrichen wird:

Walter K. ist AUGUSTIN-Verkäufer, Sozialhilfeempfänger und krebskrank. Er befindet sich in chemotherapeutischer Behandlung. Das heißt für ihn: Ein Spitalsaufenthalt reiht sich an den nächsten. Nun hat Walter K. seine Wut in Worte gefaßt und ein paar Zeilen für den AUGUSTIN geschrieben. Überschrift: ALS SOZIALHILFEEMPFÄNGER DARFST NICHT KRANK WERDEN!

Manches in dieser Stadt ist sozial obszön...

Hepatitis-Impfung: Die Ärmsten blechen

Immer mehr Fälle von Hepatitis werden bekannt. Hepatitis ist eine Krankheit der "Straßenmenschen" - besonders jener, die illegale Drogen intravenös gebrauchen. Während ihre Sozialarbeiter Zugang zu einer kostenlosen Impfung haben, müssen die armen Teufeln in der "Sozialstadt Wien" die Hepatitis-Prävention selber blechen.

Aktuelle Ausgabe

cover280.jpg

Spenden

Aktuelles