Die Heroes der „Tage der freien Fahrt“
Neue Bewegung in Sachen Nulltarif - und die Pioniere der „Gratis-Linie D“:
Für alle, die aus sozialen Gründen „schwarzfahren“, und für deren LobbyistInnen sorgten zwei Meldungen dieses Frühlings zunächst für Euphorie: Der Wiener SPÖ-Landesparteitag hatte den SJ-Antrag nach „Freifahrt für Obdachlose und SozialhifeempfängerInnen“ mit Mehrheit beschlossen; Bürgermeister Häupl reagierte mit der kolportierten Erklärung, der Nulltarif werde „noch heuer umgesetzt“.
F 13 – Freitag, der Dreizehnte
Bis zu dreimal im Jahr bietet uns der Kalender diese Datumskombination mit ihrer bekannten mythologischen Unglücks-Bedeutung. Ein Jahr für Jahr wachsendes Netzwerk von Initiativen aus dem künstlerischen und sozialen Bereich entwickelt einen neuen urbanen Volxbrauch. Das Team und die VerkäuferInnen der Wiener Straßenzeitung Augustin sind Mitinitiatoren dieses Projekts. Das Kürzel F13 steht für einen Aktions- und Feiertag für Menschen, dene...
Schulden durch Schwarzfahren
Frau Bocks Schützlinge werden zu Opfern der Inkassobüros
Ute Bock wurde für ihr soziales Engagement schon mehrfach ausgezeichnet, doch die Krönung war bis dato eine Anzeige wegen Bandenbildung und Drogenhandels. Die Anklage wurde fallen gelassen, ihre Suspendierung als Heimleiterin aufgehoben, doch die Gemeinde Wien verbietet Ute Bock weiterhin, afrikanische AsylwerberInnen in ihrem Heim unterzubringen. Also organisiert sie private Wohngemeinschaften, die mittlerweile über 300 Menschen aus Afrika Un...
Hab nix, bin aber jemand
„Schwarzfahren. Hast nix. Gratis.“ Das waren kürzlich die Themen eines Treffens der Augustin-Schreibwerkstatt.
Hast nix, kannst nix, bist nix. Oft gehörter Schwachsinn. So müsste auch der Umkehrschluss stimmen: Hast du was, bist du was! Noch öfter gehörter, noch größerer Schwachsinn.
Freie Fahrt in die Löwelstraße
Hausfriedensbruch
Dreißig HausfriedensbrecherInnen in der Löwelstraße 18. Aber was ist schon ein kleiner, symbolischer Hausfriedensbruch gegen das systematische Einsperren von obdachlosen Schwarzfahrern? Die Gruppe von Obdachlosen und UnterstützerInnen, die am 13. Oktober - im Anschluss an die traditionelle demonstrative Schwarzfahrt mit der Bim - unangemeldet in der Zentrale der SPÖ Wien auftauchte, hatte alles Recht der Welt an ihrer Seite.
Billige Öffi-Tarife für Obdachlose
Die erste Pflicht der Sozialdemokratie
"Jetzt erwarte ich mir eine fette Schlagzeile im AUGUSTIN: Dem Beschluss Taten folgen lassen!". Diesen journalistischen Tip gibt uns ein Leser, der den Wiener Landesparteitag der SPÖ Mitte September als Delegierter des Alsergrunds mitgemacht hat. Als rot gebliebener Sozialdemokrat ist er stolz, dass der Antrag seiner Bezirksorganisation - betreffend billige Öffi-Tarife für Obdachlose - eine Mehrheit gefunden hat. Als erfahrener ParteifunktionÃ...
AUGUSTIN rechnete nach:
Was kostet die Freie Fahrt?
"Freie Fahrt für Obdachlose und SozialhilfebezieherInnen? Prima Idee. Da sind wir natürlich auch dafür. Aber leider: Wer soll das bezahlen?" So tönt es uns seit Monaten aus dem Rathaus entgegen. Da helfen wir gerne: den finanziellen Unterschied zur aktuellen Situation nehmen wir auf uns. Gerne sogar. Die Rathausgewaltigen dürfen die ersparte Summe auf unser Konto überweisen.
Neulich in einem Wagen der Linie D:
Vogliamo tutto e subito
Sechster Tag der freien Fahrt: Die Stadt kam der Habenichts-Lobby bisher keinen Schritt entgegen. Ein Mitarbeiter des Bürgermeisters zu den TeilnehmerInnen der jüngsten symbolischen Schwarzfahrt: Woher 50 Millionen nehmen?
Prominente unterstützten AUGUSTIN-'Tag der freien Fahrt'
Kafkaeske Jagd
Neben KünstlerInnen wie Dieter Chmelar, Daniela Gaets, Adi Hirschal und Günther Mokesch unterstützte am 13. Dezember auch der stellvertretende NEWS-Chefredakteur Karl Wendl den "Tag der freien Fahrt". Gemeinsam mit AUGUSTIN-VerkäuferInnen besetzten die Prominenten am Südbahnhof einen D-Wagen, um demonstrativ zum Rathaus schwarz zu fahren. Ihre Forderung: Freie Fahrt für Obdachlose und SozialhilfeempfängerInnen! Karl Wendl stellte sich für...
Freie Fahrt für Obdachlose und SozialhilfeempfängerInnen
Erster Erfolg unserer Aktion
Am 19. Mai überreichte der AUGUSTIN in einer vielbeachteten Aktion Finanzstadträtin Ederer über 5000 Unterschriften für "Freie Fahrt für Obdachlose und SozialhilfeempfängerInnen". Jetzt ist ein erster (kleiner) Erfolg unserer Aktion zu melden.
Da wird einem warm ums Herz
Aktion Freifahrt: Sandler-Delegation übergibt 5000 Unterschriften
Auch das ist neu in Wien: Sandler stehen für ihre Rechte ein und wählen eine Sandlerdelegation, die im Wiener Rathaus 5000 Unterschriften unter der AUGUSTIN-Forderung "Freie Fahrt für Obdachlose!" überreichen wird...
Die Kälte des Bürgermeisters
Gemeinderatsdebatte zur 'Schuldenfalle Wiener Linien'
Was bringt das Neue Jahr? Verstärkte Anstrengungen des AUGUSTIN, um denen das Leben schwerer zu machen, die das Leben der Ärmsten schwerer machen. Einer unserer Schwerpunkte: Es sollte doch gelingen (mithilfe unserer LeserInnen und lieber Verbündeter), die Bestrafungs- und Verschuldungs-Maschinerie zu stoppen, in dessen Räder Tag für Tag die Öffi-benutzenden Obdachlosen geraten. Hiemit starten wir eine Unterschriftenaktion: Freie Fahrt für...
Nulltarif für Arme und Obdachlose!
Was bewegt ein Sandlerblatt?
Bis Redaktionsschluß dieser Ausgabe sind rund 3000 Unterschriften unter unsere Forderung nach Nulltarif für Obdachlose und Sozialhilfebezieher auf Wiens öffentlichen Verkehrslinien eingelangt. Die Unterschriftenaktion soll Ende März abgeschlossen werden. Leserinnen und Leser, die die Forderung plausibel finden, haben also noch einige Tage Zeit, uns zu helfen, den Druck auf die Stadtverwaltung zu verstärken.