ico_youare10g.gif AUGUSTIN
Kategorie: Thema :: Feminismus Seite: 1

Unterwegs zur Göttin des Vergessens

"Okaasan" - Die Suche nach der Mutter als Reise zu sich selbst

flasar.jpg Milena Michiko Flašar ist eine Dichterin der inneren Extreme: Ihre Texte pendeln zuweilen zwischen rauschhaften Eskapaden einer Künstler-Bohème und heilig-nüchternen Ekstasen der Meditation. In Flašars zweiten Buch «Okaasan – Meine unbekannte Mutter» begibt sich die Protagonistin auf die Suche nach der allumfassenden Mutter und landet schließlich bei sich selbst.

Sound gegen Ohrschläuche!

Musikarbeiter unterwegs ... mit First Fatal Kiss und Schweinerockjazzpunk

firstfatalkiss.jpg Die drei Frauen von First Fatal Kiss machen seit 2002 gemeinsam Musik. Jetzt erscheint ihr Debüt-Album. Die Musikarbeiter Lang und Krispel mögen das Café Weidinger. Nicht erst seit der dort abgehaltenen Fotosession für das demnächst erscheinende Mini-Album «Schmankerl der Schöpfung» ihrer musikalischen Freizeitbeschäftigungen Stimmgewitter Augustin und Seven Sioux, über die es einiges zu erzählen gäbe. Es sitzt und plaudert sich gut ...

Rund und verbündet

ARGE Dicke Weiber: Nicht das Übergewicht ist schädlich, sondern der Selbsthass

Ein wacher Geist in einem schlanken Körper? Die Modeindustrie normiert unsere Körpermaße, dünne Frauen sind ein Schönheitsideal. Der Effekt: Bereits normalgewichtige Menschen drosseln ihren Appetit. Der Schlankheitswahn drängt dicke Menschen umso mehr an den Rand der Gesellschaft. Rund 45 Prozent der Wiener Bevölkerung sind übergewichtig. Zwei Frauen der ARGE Dicke Weiber erzählten dem Augustin, wie es sich als dicke Frau in Wien lebt un...

Ich schenk dir das Brautgeld

Der Film "Im Bazar der Geschlechter" macht mit der Institution Zeitehe bekannt

bazardergeschlechter.jpg Die österreichisch-iranische Filmemacherin Sudabeh Mortezai im Gespräch über ihren neuen Film «Im Bazar der Geschlechter», in dem es um die Zeitehe, Mann-Frau-Beziehungen und Leben in einem repressiven System geht.

Trickfilmleckerbissen

Innovatives Animationsfilmschaffen von Frauen

Das mittlerweile siebte und weltweit einzigartige Animationsfilmfestival, das sich dem Trickfilmschaffen von Frauen widmet, zeigt von 4. bis 8. März, was wir Frauen mit Pixeln, Puppen und Knetfiguren bisweilen Komisches, Bissiges oder Kritisches auf dem (Trick-)Kasten haben. Die Vorauswahl für den internationalen Wettbewerb zu treffen wird mit jedem Jahr schwieriger. Diesmal waren es über 500 Einsendungen, von denen es 39 Arbeiten in den Wettb...

Women of Rock

Borgers` Film über Nomadinnen widersteht der Versuchung, mit Mitleid zu punkten

frauenkarawane.jpg Mit ihrem Film über die “Kronen Zeitung” löste die belgische Regisseurin Nathalie Borgers im Jahr 2002 ein Flut von Diskussionen über die „wichtigste“ Zeitung in diesem Land und ihre Macher aus. In „Die Frauenkarawane“, ihrer aktuellen Dokumentation, zeigt Nathalie Borgers eine Gruppe von Frauen vom Nomadenvolk der Toubou, die einmal im Jahr durch die Sahara zieht, um sich damit ein Stück Freiheit zu erwirtschaften. “Winds of Sa...

Die unsichtbaren Schmähführerinnen

Humor-Arbeit: Männer empfehlen Männer, Männer stellen Männer ein

schmähführerinnen.jpg Hierzulande machen meist Männer die Witze – zumindest in den Medien. Für Karikaturistinnen, Fernsehkabarettistinnen und Kolumnistinnen ist es aufgrund von Seilschaften und Zugangsbarrieren schwieriger als für ihre männlichen Kollegen, in der Öffentlichkeit humoristisch aufzutreten.
ARTISTIN - Bettina Figl 12/2009 mehr lesen »»

Dead in Transition

Rollenbilder und Realitäten für Frauen und Männer im "Gender Check"

chendercheck.jpg In Osteuropa war der Großteil der Frauen berufstätig. Der Preis, den sie in der Phase des Überganges zur Marktwirtschaft für ihre frühere Stärke im Sozialismus zahlen mussten, war dementsprechend hoch. Die Ausstellung „Gender Check“ im MUMOK kann die Fülle an Themen und Kunst nur anreißen. Kerstin Kellermann führte für den Augustin ein Gespräch mit der teilnehmenden Künstlerin Tanja Ostojic.

"Für mich ist es ein Film übers Leben"

Beruf, Familie, Spital: Bilder vom Alltag mit Brustkrebs

Sabine Derflingers neuer Film zeigt ein Porträt zweier an Brustkrebs erkrankter Frauen: der Schauspielerin Frederike von Stechow und der Straßenbahnfahrerin Marijana Gavric. Ein Gespräch über „Eine von 8“.

Wo Linz rebellisch war/ist

Aus der Kulturhauptstadt: Geschichte(n) erfahren mit dem Omnibus

Von einem Kampf zum anderen, sechste Station: Altenbergerstraße Nummer 35 in Linz. Alle steigen aus dem roten RebellInnen-Omnibus und begeben sich in ein eigentlich recht unauffälliges Haus. Hier gibt es keine offiziellen Gedenktafeln oder Erinnerungsformen.
ARTISTIN - Büro trafo.K 09/2009 mehr lesen »»

Mein Name sei ...

"Blaue Augen" - Geschichten aus dem Frauenhaus (1)

Stell dir vor, du begegnest deinem Traummann und landest wegen ihm im Frauenhaus. Unvorstellbar, doch tägliche Realität. Auch in Österreich.

Das verschwundene Gedächtnis einer Stadt

Wienbibliothek zeigt Kurzbiographien von Frauen

Orte in der Stadt, wo berühmte Männer wohnten oder tätig waren, sind unübersehbar. Man stößt unweigerlich auf Straßen- und Platznamen, Denkmäler, Statuen oder Gedenktafeln, die zu einem großen Teil als männlich geprägte Orientierungspunkte und Erinnerungshilfen fungieren. Doch, wo bleiben die Verewigungen der „berühmten“ Frauen – mit dieser Frage beschäftigte sich die Stadttheoretikerin Elke Krasny und liefert Antworten in ein...

Schluss mit "good for nothing"

Joana Adesuwa Reiterer gegen Frauenhandel und Aberglauben

In dem mehrfach ausgezeichneten Sachbuch „Ware Frau“ beschreiben Corinna Milborn und Mary Kreutzer anhand konkreter Geschichten vom Handel mit afrikanischen Frauen das perfide Zusammenwirken von Geschäftemacherei, sexueller Ausbeutung und Rassismus. Die Idee zum Buch stammte von der in Wien lebenden Nigerianerin Joana Adesuwa Reiterer, die die AutorInnen auch bei der Recherche in Europa und Nigeria unterstützte.

Marias Kampfansage

Faltungen, Quetschungen, Zerrungen, Druckpunkte, Spannungen in Farbe

Dem Tode, in Kärnten als „Sensenmann“ bezeichnet, den angeblich verminderten Vergnügungen im Alter und den „Kinderschändern“ kündet die Künstlerin Maria Lassnig ihren Widerstand an. Mit viel Kraft, Energie und Härte reflektiert sie in knalligen Farben geschlechtliche Themen.

Wie kann eine Frau von ihrem Job leben?

In der "Wirtschaftskrise" ist männliche Existenzsicherung wichtiger

Die gläserne Decke, die Frauen auf der Jobsuche zu durchbrechen haben, liege inzwischen schon so niedrig, dass sie existenzgefährdend ist, meint Barbara Pickl, Unternehmenskontakterin des mittlerweile eingestellten sozialökonomischen Betriebes „abz* office service“, im Augustin-Gespräch. In neun Jahren gelang es Pickl und ihren Kolleginnen, Hunderte existenzsichernde Jobs für langzeitarbeitslose Frauen zu finden.

Frauen verdienen mehr

Sybille Hamann & Eva Linsinger: Ernüchterndes zum Stand der Frauenemanzipation

„Bereiten Sie Ihre Tochter auf die Arbeitswelt vor. Geben Sie ihr weniger Taschengeld als ihrem Sohn.“ Der Slogan der Britischen Equal Opportunities Commission bringt es leider noch immer auf den Punkt – es wird viel geredet über Gleichbehandlung und Chancengleichheit, aber wenn’s ums Geld geht, hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht viel geändert.

Schwerkraft auflösen

Meina Schellander besetzt den öffentlichen Raum

Die Verspannungs-Künstlerin Meina Schellander hängte einen steinernen „Findling“ im Krastal zwischen Felsen in die Luft. Sie umnähte, umschlängelte und verspannte Kirchen in Wien und Maria Saal mit gelben und hellgrauen Seilen und Wörtern aus Holz und Metall. Die Installation „Raum Omega: Ruhe sanft du blaues Land“ mit einem riesigen blauen Polyesterei wird im Sommer in Kärnten zu sehen sein. Im Augustin-Gespräch gewährte sie Ein...

Die verletzten Zusammenhänge

"Hanna und ich": Andrea Winkler und ihr neues Buch

Arme Närrchen im Selbstgespräch, eine stumme Hauptfigur, Sätze von rätselhafter Klarheit: Das poetische Universum der Schriftstellerin Andrea Winkler verführt und entzieht sich zugleich. Ihr neues Buch „Hanna und ich“ erzählt von einer immer unwirklicher werdenden Realität.

Alle jagen Neulengbach

Neuer Play Off - Modus in der Frauenfußball - Bundesliga

So spannend wie heuer war die Frauen-Bundesliga noch nie. In der Frühjahrsrunde, die im neuen Play-off-Modus ausgetragen wird, machen gleich vier Spitzenteams Jagd auf Serienmeister SV Neulengbach. Zwei Traditionsvereine dagegen stecken im Abstiegskampf.

"Es gibt nur ein Wir und Ihr"

Themen wie Feminismus und Islam schreien nach cleverem Journalismus

Es macht einen riesigen Unterschied, ob unter der großen Überschrift „Islam“ zum Thema „Religion & Kultur“ oder über soziale Rechte auf Arbeit und Bildung diskutiert wird. Und ob mit dem Schlagwort „Kulturen“ historische gewachsene, soziale Kulturen oder so genannte „fremde Kulturen“ gemeint sind. Vor allem für Frauen und Mädchen.

Sing, Stimme

Musikarbeiter unterwegs – mit Marilies Jagsch an die Grenzen des Songwriterei

Nach Clara Luzia und Mika Vember eine dritte bemerkenswerte Musikerin auf Asinella Records: Marilies Jagsch. Ihr fast kammermusikalischer Entwurf sticht aus dem Singer/Songwriter-Einerlei heraus.

Europa ist nicht rosig

Es ist keine Lösung, wenn dein Kind in Europa seinen Körper verkaufen muss...

Kunst spricht, meint Joanna, die über Zwangsprostitution aufklären möchte. Sie drehte einen Film gegen Frauenhandel und zeigte ihn in Nigeria. Ein Spielfilm und ein Buch sind in Planung.

Liedermacherinnen (noch) in der „Vorstadt“

Der Song in der weiblichen Form

Als Vorprogramm zum Internationalen Frauentag am 8. März wird in Wien Künstlerinnen aus dem Bereich Singer/Songwriting eine genderspezifisch ausgewiesene konzertante Plattform geboten. Etwas spät, aber immerhin. Der elektronische Musikbereich war diesbezüglich - was in der VorreiterInnenrolle der elektronischen Kunstsache liegen dürfte – um Lichtjahre voraus.

Mit Hammer und Meisel

Die Bildhauerin Ulrike Truger sieht sich gerne als linke Künstlerin

Kein Material passt besser in den öffentlichen Raum als der Stein. Und so wird das scheinbar starre Medium zu einem extrem politischen Feld. Ulrike Truger hat etwa mit ihrem Marcus-Omofuma-Stein vor dem Museumsquartier einen gesellschaftlich marginalisierten Platz an der Schnittstelle von Kunst und Kommerz geschaffen. Heuer feiert sie 30 Jahre als freischaffende Künstlerin. Und der Augustin feiert ihr Engagement.

Mit dem Arsch durch die Wand

Über geheime Überlebensstrategien in der weiblichen Kunstszene

„Schön sei´s nicht gewesen, aber die Entlohnung hätte gestimmt und überhaupt "–Augen zu und durch", –man müsse dankbar für jede sich bietende Überlebenshilfe sein“, spricht sie und meint es auch so, wenn sie über einen ihrer „Nebenjobs“ erzählt. Nathalie P. übt sozusagen einen Doppelberuf aus. Sie ist lebendiges Kreativitätsbündel, begabte Bildhauerin auf der einen und eine mehr oder weniger lustvolle geheime Liebesdienerin auf ...
TUN & LASSEN - Anna Neruda 09/2006 mehr lesen »»

Wenn du nicht aus einem besseren Stall kommst – Pech gehabt!

Akademikerin, 43, arbeitslos

Eine Trostschrift für alle qualifizierten, gering qualifizierten und gar nicht qualifizierten Arbeitslosen über und unter vierzig.

Das Herz des Kapitalismus zur Schau gestellt

Marina Grzinic im Augustin-Interview

Warum die jugoslawischen Feministinnen die nationalistische Kavallerie hinter sich ließen und warum kulturelle Praktiken zur Weltverbesserung noch keine Kunst sind. Die slowenische Videokünstlerin und Philosophin Marina Grzinic, die an der Wiener Akademie der bildenden Künste „Post-Konzeptuelle Kunst“ unterrichtet, über die unerträglichen Leichtigkeit des Systems.

"Klub jüdischer Gastarbeiter" blieb Episode

Der Wiederaufbau des Ottakringer Settlements nach 1945

Von London aus verbreitete sich vor 100 Jahren die Idee der „Settlements“ – Nachbarschaftszentren in Armenvierteln – auch nach Wien. Zwischen Jahrhundertwende und Zwischenkriegszeit, siehe Ausgabe Nr. 149, fungierte das Ottakringer Settlement als eine Art frühe NGO für Obdachlose und andere VerliererInnen. Die Folgegeschichte in Nr. 150 behandelte die Demontage des Sozialprojekts durch die Nazis. Um den Wiederaufbau nach dem Krieg und d...

Die Folgen der Diktatur für ein Sozialprojekt und seine Menschen

So starb das Settlement

Von London aus verbreitete sich die Idee der „Settlements“ – Nachbarschaftszentren in Armenvierteln – auch nach Wien. Zwischen Jahrhundertwende und Zwischenkriegszeit, siehe Ausgabe Nr. 149, fungierte das Ottakringer Settlements als eine Art frühe NGO, wie wir heute sagen würden, für Obdachlose und andere VerliererInnen. Der Folgetext behandelt die Demontage des Sozialprojekts durch die Nazis.

Zur Geschichte eines frühen internationalen Sozialprojekts

Das Ottakringer Settlement

„Else, ich habe dir aus England etwas mitgebracht, das musst du machen.“ So erinnerte sich Else Federn Mitte der 30er Jahre, anlässlich des Todes ihrer Freundin Marie Lang (1858-1934), an ihre erste Bekanntschaft mit der Settlement-Idee im Jahr 1898. Marie Lang hatte als Vertreterin des Allgemeinen Österreichischen Frauenvereins, der frühen Wiener Feministinnen, an einem Kongress in London teilgenommen und dort die Einrichtung der Settleme...

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