
Die WienerInnen haben ein durchaus ambivalentes Verhältnis zu jungem Leben in der Stadt: Wenn der kleine Wauwau Schwanz wedelnd kläfft, «… dann is er oba liab!» Ein hilfloses Baby ist süß, so lange es nicht schreit, und eine tratschende Schulklasse in der Bim ein Ärgernis. Kinder dürfen in Wien nicht viel, es sei denn, sie treten einzeln oder in straff durchorganisierten Chören vor Publikum auf. Tobendes lautes Kinderchaos darf nur in Parks und Indoor-Spielplätzen stattfinden. Am besten, wir bringen die Kinder gleich als Würfel zur Welt. Dann stapeln wir sie in einer Ecke, keines fällt runter oder rollt davon, und auf den Spielplätzen können endlich mehr Garagen oder Konzertsäle gebaut werden. Integration ade, zuwos brauch’ ma des?